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Herzlich willkommen auf giardien.org - Die Seite befasst sich mit Giardien beim Hund

© visible3dscience / fotolia

Kurzes Vorwort: Nach erfolgloser tierärztlicher Giardien-Behandlung (auch Giardia bzw Giardia Lamblia genannt) bei meinem Welpen suchte ich in unzähligen Internetforen nach alternativen Behandlungsmethoden gegen Giardien beim Hund und habe die dabei gewonnenen Informationen hier zusammengefasst, damit sich andere Hundehalter mit dem gleichen Problem einen Überblick verschaffen können, welche Behandlungen ich ausprobiert habe und welche davon letztendlich zum Erfolg führte – ohne dass man stundenlang vor dem PC ausharren und unzählige Foren durchstöbern muss. Aufgrund des freien Wettbewerbs und den unterschiedlichsten Medikamenten nenne ich keine Markennamen, sondern lediglich die Wirkstoffe. Die hier dargestellten Infos habe ich nach bestem Wissen und Gewissen niedergeschrieben. Sollten Ihnen dennoch Fehler auffallen, können Sie mir dies gern mitteilen.

 

Auf keinen Fall stellt diese Seite eine Behandlungsempfehlung o. ä. dar. Ich schließe daher jegliche Haftung aus, falls Sie meine Informationen für eine Behandlung Ihres Hundes verwenden und Ihr Hund dadurch Schaden nimmt. Sie sollten immer Rücksprache mit Ihrem Tierarzt halten, bevor Sie etwas „ausprobieren“.

Was sind Giardien

Diese Illustration zeigt die Einnistung von Giardien im Darm des Wirts. © elvira gerecht / fotolia

„Nur wer seinen Gegner kennt, weiß ihn zu besiegen.“ Deshalb habe ich mich erst einmal erkundigt, was Giardien überhaupt sind, wie es sich mit ihnen verhält und wann sie eben Probleme verursachen.

 

Giardien (auch Giardia bzw Giardia Lamblia) sind einzellige Darmparasiten, die sich an der Darmwand des Wirts (hier: beim Hund) festsaugen. Dabei können sie die Darmwand schädigen, sodass der Hund teils blutigen/schleimigen Durchfall bekommt.

Allerdings zeigt nicht jedes Tier diese Symptome, denn für gewöhnlich hält das Immunsystem des Tieres diesen Parasiten in Schach. Insbesondere junge und alte geschwächte Tiere zeigen jedoch oftmals die genannten Symptome. 

 

Weitere Infos zu Giardien finden Sie zusammenfassend bei Wikipedia

Die tierärztliche Behandlung der Giardien

Zunächst habe ich mich von meinem Tierarzt über die Giardien beim Hund aufklären lassen und mir den Behandlungsvorschlag meines Tierarztes angehört. Ich habe dann ein Medikament mit dem Wirkstoff Fenbendazol verschrieben bekommen, da dies seinerzeit das einzige zugelassene Mittel für die Behandlung von Giardien beim Hund war. Dies wird dem Hund kurweise über einen bestimmten Zeitraum gegeben, dann Pause und wieder gegeben.

 

Die genaue Dosierung legte mein Tierarzt individuell fest.

Wie hat Fenbendazol bei meinem Hund gewirkt?

In Internetforen wird bereits vereinzelt davon berichtet, dass Fenbendazol gegenüber Giardien aufgrund entwickelter Resistenzen wirkungslos ist; andere berichten, dass es gewirkt hat. Dies scheint abhängig vom Giardienstamm, falls es überhaupt unterschiedliche Giardienstämme gibt, zu sein. Bei meinem Hund hat die Fenbendazolkur zu keiner Heilung geführt. Die nach der Behandlung erneut genommene Kotprobe war wieder positiv.

 

Resultierend aus dem weiterhin positiven Befund wurde Fenbendazol erneut, diesmal jedoch höher dosiert, verabreicht.

 

Auch hier kam es nach fast vier Wochen wieder zum selben Ergebnis: Giardien positiv. Insgesamt hat mein Hund drei Kuren „durchmachen“ müssen.

Metronidazol

Nachdem auch der dritte Versuch fehlschlug, wurde das Medikament gewechselt. Nun erhielt er Metronidazol. Als ich nach diesem Medikament recherchierte, stieß ich auf zahlreiche Horrorerzählungen über die aufgetretenen Nebenwirkungen.

 

Ich war von der Gabe des Medikaments mit dem Wirkstoff Metronidazol deshalb nicht begeistert. Vom Tierarzt ließ ich mich aber davon überzeugen, dass es aus tierärztlicher Sicht keine bessere Alternative gibt. So gab ich ihm die Tabletten genau nach Anweisung des Tierarztes – eine Woche lang.

 

Die nächste Kotprobe war: NEGATIV

 

Das Medikament wirkte tatsächlich, und ohne dass die im Internet als so häufig bezeichneten Nebenwirkungen erkennbar gewesen wären. 

Das wars schon? Leider nicht!

Das gute Ergebnis war nicht von Dauer. Denn genau zwei Wochen später ging es wieder los. Extrem stinkende Blähungen und Durchfall beim Hund. Ein Rückfall. Doch warum war das so?

 

Dazu drei Vermutungen:

 

1.) Giardien können sich bei der Behandlung in die Gallengänge zurückziehen und dort ausharren, bis die Medikamente wieder abgesetzt sind.

 

2.) Da der Organismus des Hundes durch die ständige Gabe von Medikamenten geschwächt war und sein Darm nicht vollständig wiederaufgebaut, konnte er sich sehr leicht wieder anstecken. Dabei hat vermutlich ausgereicht, dass er draußen kontaminiertes Gras gefressen hat.

 

3.) Vielleicht wurden die Giardien auch einfach nur nicht mit ausgeschieden, denn Giardien werden nicht bei jedem Kotabsatz ausgeschieden – somit kann eine Kotprobe durchaus schon einmal negativ ausfallen.

 

Anzeige:

Naturheilmittel - von Kräutertabletten bis Kräuterbuttermilch

Im Internet findet man bei der Suche nach homöopathischen Mitteln gegen Giardien diverse vielversprechende Mittel. Von Chinakräutern über eine mit Kräutern angereicherte Buttermilch bis hin zu anderen „Wundermitteln“.

 

Die Chinakräutertabletten für knapp 40,- Euro (4 Wochen gegeben) brachten keine Besserung. Laut Verkaufsseite sollte man die Tabletten über sechs Wochen verabreichen. Vielleicht halfen sie wegen der verkürzten Anwendungsdauer nicht, allerdings fand ich 40 Euro schon einen stattlichen Preis.


Die Kräuterbuttermilch (½ l Buttermilch mit je 2 EL Thymian, Majoran und Oregano angereichert), täglich 2 EL über sein Futter verteilt, schmeckten dem Hund –gebracht hat es leider nichts.


Auch ein empfohlener Hüttenkäse zeigte keinen positiven Erfolg.

 

Was haben all diese Produkte gemeinsam? Sie alle sollen die Darmflora mit natürlichen Bakterien und Milchsäuren stärken. Manchen Kräutern sagt man auch nach, dass Giardien diese „nicht mögen“ und deshalb das ungemütliche Umfeld verlassen.

Gegen den Durchfall

Wegen des Durchfalls habe ich den Hund bereits sehr früh mit (Anzeige >>) Moroscher Möhrensuppe (<< Anzeige) gefüttert. Diese hat gegen den Durchfall gewirkt.

 

Das Rezept dazu:

Geschälte und klein geschnittene Möhren in einen Topf geben. Dies mit Wasser auffüllen, bis die Möhren gerade so bedeckt sind. Das Wasser zum Kochen bringen und ab dem Zeitpunkt, wo das Wasser kocht, mindestens 1 Std., besser noch 1½ Std. kochen lassen und immer wieder den Wasserstand  kontrollieren. Nach Ende der Kochzeit den Topf vom Herd nehmen. Wenn noch alle Möhren gerade so mit Wasser bedeckt sind, die Möhren mit einem Pürierstab gut pürieren, umso feiner, desto besser. Falls nach der Kochzeit die Möhren nicht mehr mit Wasser bedeckt sind, mit kaltem Wasser vor dem pürieren auffüllen.

 

Die Suppe auf Zimmertemperatur abkühlen lassen (bloß nicht heiß verfüttern!) ;-)

 

Das Grundrezept schreibt ursprünglich noch eine Brise Salz vor. Salz soll sich negativ auf den Magen des Hundes auswirken. Daher habe ich es weggelassen.

 

Für meinen Hund habe ich pro Mahlzeit (ich gebe ihm seine Tagesration auf drei Mahlzeiten verteilt) 30 Minuten vor der eigentlichen Fleischmahlzeit 4–5 Suppenkellen dieser Möhrensuppe verabreicht. Sie können die Suppe auch mit den o. g. Kräutern, jedoch ohne Buttermilch, verfeinern.

 

Die Blähungen haben aufgehört, der Durchfall war weg. Dafür war der Kot von den Möhren orange eingefärbt. Das ist aber nebensächlich. Hauptsache, der Durchfall ist verschwunden. (Der Durchfall ist zwar weg, Giardien werden aber weiterhin mit ausgeschieden!)

Hygiene

Wichtig ist, den Kot einzusammeln. Auch andere Tiere können sich anstecken, da Giardien hochansteckend sind (auch der Mensch kann sich anstecken - sogenannte Zoonose!). Ich habe dem Hund nach seinem Kotabsatz den Hintern mit feuchtem Toilettenpapier gereinigt und in den Restmüll geworfen (durch selbstständiges Ablecken können Giardienzysten wieder geschluckt werden – und der Mist geht von vorne los).

 

Auch wenn es dem ein oder anderen Hundehalter egal sein sollte und auch den Kot noch nie entfernt hat, so kann es durchaus passieren, dass der eigene Hund Wochen später Gras von genau der Ecke frisst, wo er einst seinen Kotabsatz hinterließ. Da Giardien auch nach Wochen, teils Monaten noch ansteckend sind, würde sich der Hund nun schon wieder anstecken.

 

Teppiche habe ich alle aus der Wohnung entfernt, da Giardien auch an den Pfoten mit hereingetragen werden können, die sich dann im Teppich einnisten und beim nächsten Ablecken des Teppichs (weil dort z. B. ein Leckerli liegt) eine erneute Ansteckung erfolgen kann.

 

Die Wohnung habe ich mit einer Scheuersaugmaschine mit mindestens 65° heißem Wasser gereinigt. Falls dies nicht möglich sein sollte, so soll (Anzeige >>Halamid als Desinfektionsmittel (<<Anzeige) gegen Giardien helfen. Dies einfach als 2-%-Lösung in das Putzwasser geben (entspricht 20 g/Liter).

 

Die Trink- und Futternäpfe wurden von mir täglich mit kochend heißem Wasser gereinigt (Wasserkocher). Das Hundekörbchen habe ich mit Bettwäsche bezogen, die täglich gewechselt werden kann, und täglich in die Kochwäsche gegeben, weil sich auch darin die Giardien befinden können.

 

Die Hygiene scheint absolut wichtig, auch wenn es sehr aufwendig erscheint.

 

Als der Hund zu Beginn den Durchfall nicht halten konnte und ihn in der Wohnung hinterließ, habe ich den Durchfall zunächst mit Küchenpapier weggewischt, dann kochendes Wasser (Wasserkocher) über die Stellen gegossen und nochmals mit Küchenpapier darübergewischt und schließlich die Scheuersaugmaschine angeworfen, um den letzten Rest zu entfernen und ohne Chemie zu desinfizieren.

 

Normales Desinfektionsmittel scheint nicht zu helfen bzw. wurde nach Aussage der Produzenten nicht auf die Wirksamkeit gegen Giardien getestet.

Ein natürliches Mittel, das eventuell geholfen hat und bis jetzt vor Wiederansteckung schützt

Ferner habe ich durch Zufall von (Anzeige >>Kokosöl (<< Anzeige) gegen die äußerliche Behandlung von Parasiten gelesen. Ein Arbeitskollege erfuhr von meinem Problem und empfahl mir zusätzlich (Anzeige >>Schwarzkümmelöl (<< Anzeige)(ACHTUNG: Schwarzkümmelöl ist FÜR KATZEN GIFTIG).

 

Meine Recherchen über beide Präparate ergaben, dass Kokosöl in verschiedenen Studien erfolgreich gegen Parasiten getestet wurde. Da es auch oral verabreicht werden kann, habe ich es meinem Hund gefüttert (1 Teelöffel/10 kg Körpergewicht). Ihm schmeckt es sehr gut. Auch das Schwarzkümmelöl schmeckte ihm hervorragend – und es soll ebenfalls antiparasitär wirken. Zusätzlich stärkte das Schwarzkümmelöl, langfristig angewendet, seine Abwehrkräfte. Denn mehr als die paar Euro für die Mittel zu verlieren konnte nicht passieren.

 

Nun gab ich ihm dies ca. vier Wochen lang. Ein erneuter Giardientest war: NEGATIV.

7 Tage später ein weiterer Giardientest: Wieder negativ.

 

Auch eine dritte Kotprobe, sowohl im Schnelltest als auch unter dem Mikroskop, war negativ (Kotprobe über sieben Tage gesammelt, bei jedem Kotabsatz etwas Kot eingesammelt).

 

Obwohl mein Hund gerne den Kot anderer Hunde frisst und ich nach besten Möglichkeiten versuche, es zu unterbinden (mit Maulkorb geht er nicht raus), steckte er sich bisher nicht nochmals an. Das Kokosöl in Verbindung mit Schwarzkümmelöl macht hier vermutlich einen hervorragenden Job.

Meine durchfallverhindernde Fütterung

(Anzeige>>Schonkost (<< Anzeige) entsprechend dem Gewicht des Hundes ist die Basis für die Vermeidung von Durchfall. Diese gibt es fertig zu kaufen für Magen-Darm-Probleme. Das Futter habe ich morgens mit (Anzeige >>Kokosöl (<< Anzeige) (1 TL je 10 kg Körpergewicht) angereichert. Zusätzlich habe ich abends noch Schwarzkümmelöl gegeben (10 Tropfen aus einer Pipette).

 

30 Minuten vor der eigentlichen Fütterung 4-5 Suppenkellen der bereits genannten Moroschen Möhrensuppe.

 

Da pflanzliche Mittel immer länger brauchen, um zu wirken, gebe ich dem Hund das alles über einen längeren Zeitraum, auch, um es prophylaktisch wirken zu lassen.

Gekauft habe ich hochwertiges (kaltgepresstes) Kokosöl und hochwertiges Schwarzkümmelöl aus dem Biomarkt.

Resümee

Nach siebenmonatiger Durststrecke habe ich endlich ein wirksames Mittel gegen Giardien beim Hund gefunden. Ob es das Zusammenspiel zwischen tierärztlich verordneten Medikamenten und den genannten Ölen oder nur die Öle waren, weiß ich nicht. 

 

Was bei meinem Hund aber zutrifft: Die vom Tierarzt verabreichten Medikamente zeigten allein keine bzw. nur eine kurzfristige Wirkung. Dennoch würde ich immer wieder einen Tierarzt zu Rate ziehen und mit den so verordneten Medikamenten und mit den Ölen die Giardien behandeln. Die Öle schaden dem Hund in der Regel nicht und unterstützen eine tierärztliche Behandlung gegen Giardien.

 

Bei Fragen können Sie mir jederzeit eine E-Mail zusenden. Ich versuche, diese dann schnellstmöglich zu beantworten.

 

Wenn Sie die hier dargelegten Informationen als hilfreich erachten und Sie selbst eine Internetseite besitzen, würde ich mich über einen Backlink freuen.